November 2015: aus Sammlungen der Galerie


STEFFEN CHRISTOPHEL unabhängiger Bieder-Meier – il Lust ra(tiv)hoch

frei nach Werken von Süskind, Tolstoy, Hesse, Bukowsky u.a.

Seine handwerklichen Tätigkeiten kommen ihm während des Studium an der Hochschule für Kunst und Design BURG GIEBICHENSTEIN in Halle, das er 29-jährig beginnt, zugute. Schon während des Studiums in der Fachrichtung Malerei geht er seinen eigenständigen Weg. Seine Diplomarbeit liegt auf dem Schaffensschwerpunkt „Tolstoi Legenden“. Fasziniert von der Physiognomie von Köpfen zeichnet er Gesichter verschiedenster Menschen, erarbeitet diese Tusche- oder Federzeichnungen sowie Lithographien.

Die Suche nach dem Ureigenen verläuft bei Christophel über das Medium Karikatur. Prof. Dr. Ulrike Krenzlin bringt in dem Gutachten zur schriftlichen Diplomarbeit für Christophel das Phänomen Karikatur, eingeschlossen die Porträtkarikatur auf folgenden Punkt: In der Natur steckt immer nur im Ansatz die Neigung zum Schönen oder Häßlichen. Nur der Künstler kann diesen in die eine oder andere Richtung drängen.

Die Graphiksammler - Zeichnung Steffen Christophel, Die Graphiksammler, Zeichnung

Monatsspruch:

„Die Natur oder die Weisheit, welche Gott in der Hervorbringung und Erhaltung der Welt darlegt, ahmt die menschliche Kunst so erfolgreich nach, daß sie unter anderen Werken auch ein solches liefern kann, welches ein künstliches Tier genannt werden muß.“

aus der Einleitung zu Leviathan von Thomas Hobbes

* 5. April 1588 in Westport, Wiltshire

† 4. Dezember 1679 in Hardwick Hall, Derbshire

Barbara Paul-Zittlau, 8. November 2015

 

 

 

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